Rehabilitation Training Unit in Hubli
- Zusammenarbeit mit Chotanagpur seit 1982
- Spezialisierung: Stofftaschen und Beutel
- Unser Favorit: Die Stofftasche mit dem Schmetterlingsprint
- Sitz: Hubballi-Dahrwdad, Indien
- Website: Rehabilitation Training Unit in Hubli
- keine Zertifizierung
Die Schweizer Organisation Leprahilfe Emmaus Schweiz (heute: Fairmed) hat sich zum Ziel gesetzt, dass weltweit niemand mehr an einer heilbaren Krankheit leiden oder sterben muss. 1976 errichtete die Organisation das Krankenhaus ‘The Hubli Hospital for the Handicapped’ in Hubli im Bundesstaat Karnataka, um Lepra frühzeitig erkennen und behandeln zu können.
Da die durch die Lepraerkrankung bereits entstandenen Verstümmelungen nicht wieder rückgängig gemacht werden können, wurde die Rehabilitation Training Unit – eine Ausbildungseinheit für Behinderte – an das Krankenhaus angeschlossen. Mit Hilfe der Reintegration in die Arbeitswelt versuchte man hier vor allem dem sozialen Stigma der Lepraerkrankung entgegen zu wirken. In dem RTU-Zentrum wohnen von Lepra Betroffene aber auch Menschen mit anderen Behinderungen mit dem Ziel, nach einer Trainingsphase selbständig zu Hause bei ihren Familien leben und arbeiten zu können.
Nach einer mehrjährigen Aufbauphase tragen sich die Werkstätten heute selbst. Etwa 50 % der Waren werden in Indien verkauft, die anderen 50 % werden nach Europa exportiert. In fünf unterschiedlichen Abteilungen wird heute produziert: Papierdruck, Nähen und Sticken, Textildruck, Tischlerei und Schnitzerei. Die Patienten kommen meist aus entlegenen Gegenden, wo die Lebenshaltungskosten zwar niedrig sind, es aber in der Regel keine anderen Berufe als in der Landwirtschaft gibt. Das RTU-Zentrum erteilt Aufträge, liefert das Rohmaterial und bezahlt auf Stückbasis. Auf diese Weise gelangen die ProduzentInnen zu einem gesicherten, regelmäßigen Einkommen. Dadurch verbessert sich ihr Status in der Familie und im Dorf deutlich.